Willi alleine im Pixxel - Kurzausflug
Abfahrt: 11.11.2024
Retour: 13.11.2024
Km gefahren total: 79569 - 79941 = 372
Tag 1 – Montag, 11.11.2024 – Oberkulm – Porrentruy
Km gefahren: 79569 – 79699 = 130
Stellplatz: Chateau Porrentruy
Tagesroute heute
Kurz entschlossen nehme ich mir für 3 Tage eine Auszeit und fahre
Porrentruy Schloss, Pixxel ganz alleine
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mit dem Womo in den Jura. Ich hoffe, mindestens am ersten Tag schönes Wetter über dem Nebel zu haben. Der Wetterbericht ist nicht unbedingt geeignet für mein Vorhaben. Aber was solls.
Ich fahre also alleine in Richtung Westen, durchs schöne neblige Thal, via Moutier nach Delsberg und dann auf immer schmaler werdenden Strassen ins französische Sundgau. Mein erstes Etappenziel ist das kleine Dorf Oberlarg. Hier will ich einerseits die Burgruine «Chateau du Morimont» und andererseits die «Grotte du Mannlefelsen» besichtigen.
Das Château du Morimont, oder auf Deutsch «Schloss Mörsberg», kann man zurzeit wegen baulicher Sicherungsmassnahmen nicht betreten. Aber dafür hat man ja eine Drohne.
Die Entstehung der Burg wird auf Mitte des 12. Jahrhundert datiert. Die Burg durchlebte eine bewegte Geschichte. Im Laufe des Dreissigjährigen Krieges wurde die Anlage von französischen Truppen besetzt, in Brand gesetzt und dabei zerstört. Im Juli 1826 versammelten sich in der Ruine drei schweizerische Jura-Patrioten und leisteten den so genannten «Schwur von Morimont», um eine Eigenständigkeit des Juras von Bern anzustreben. Die tatsächliche Loslösung des Kantons Jura von Bern erfolgte aber erst 150 Jahre später am 1. Januar 1979. Dazu habe ich übrigens an der entsprechenden eidgenössischen Abstimmeng zur Kantonstrennung auch mit «Ja» gestimmt.
Link Drohnenflug Chateau du Morimont :
Nachher geht’s zur «Grotte du Mannlefelsen» oder auf Deutsch «Felsen der kleinen Menschen». Dies ist ein prähistorischer Ort. Die Höhlen wurden bereits vor rund 10'000 Jahren, von Rentier- und Hirschjägern als Unterstand benutzt, was Ausgrabungsfunde belegen. Sogar zur Römerzeit soll hier Falschgeld hergestellt worden sein. Der Ort ist nicht zugänglich, weil er als Privat-Grundstück abgesperrt ist und ich das respektiere (und nicht über den Bach springen will). So kommt halt auch hier die Drohne zum Einsatz.
Link Drohnenflug Mannlefelsen:
Nach diesen Geschichtsstunden an interessanten Orten geht es dann weiter mit dem Womo über die Landesgrenze nach Porrentruy auf den offiziellen Stellplatz beim Schloss der Stadt.
Ich fahre auf den mit einem Schild als Stellplatz für Wohnmobile gekennzeichneten Platz und bin verwundert, dass ich hier alleine stehe. Das klärt sich dann in der nächsten halben Stunde auf, als ein Gemeindearbeiter mit einem Fahrzeug das Anmeldehäuschen und das Parkplatzschild abtransportiert. Ich komme mit dem Gemeindearbeiter ins Gespräch und vernehme «La saison est terminé et le parc de camping-car est fermé». Ich darf aber trotzdem hier übernachten. Noch gestern war der Platz mit Wohnmobilen belegt, denn in Porrentruy fand über das Wochenende das Martinifest statt.
Rückblickend war dieser Tag sehr interessant und erlebnisreich. Nur das vermeintlich sonnige Wetter habe ich vermisst. Den ganzen Tag über hatte es hier in der Gegend ziemlich viel Nebel, während im schweizerischen Mittelland die Sonne schien!!
s'füfi winkt bon voyage
unterwegs
Richtung Sundgau
Morimont einst
Morimont heute
Morimont
Morimont
Morimont Drohnenaufnahme
Richtung Mannlifelsen
Richtung Mannlifelsen
Mannlifelsen
Mannlifelsen
Ankunft Porrentruy
Das Zahlhäuschen wird abgeräumt......
Nightlife Porrentruy
Schloss Porrentruy
mis feine Znacht - mmmmhhhh
Tag 2 – Dienstag, 12.11.2024 – Porrentruy - Saignelégier
Km gefahren: 79699 – 79805 = 106
Stellplatz: Parkplatz Halle-Marché-Concours
Tagesroute heute
Beim Morgenessen entschliesse ich mich, über Pont-de-Roide und
Stellplatz Saignelegier - Pixxel ganz alleine
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St-Hippolyte nach Vaufrey am Doubs zu fahren. Der dortige Stellplatz sieht im Camper-App sehr ansprechend aus und es gibt in dieser Gegend auch einiges anzusehen.
Also räume ich meine 7 Sachen zusammen und verlassen den schönen Stellplatz in Porrentry.
Die Reise geht durch den Pruntruter Zipfel, alles auf Nebenstrassen durch ländliche, landwirtschaftlich geprägte Dörfer. Die Strassen sind nach dem gestrigen Regen und vom Nebel nass und durch die Bauern extrem schmutzig. Das sieht man dann auch entsprechend am Womo.
In Vaufrey angekommen, entschliesse ich mich nach einem Mittagsrast, nicht hier zu bleiben. Das Wetter ist nicht gerade «anmächelig».
Nächstes Ziel ist Saignelégier. Über St-Ursanne geht es auf kurvigen, zum Teil schmalen Strassen und durch Nebel in Richtung meines neuen Tagesziels weiter.
In Saignelégier angekommen fahre ich auf einen sonst immer gut mit Wohnmobilen besetzten, heute aber total leeren Parkplatz. Bin ich wirklich der einzige Wohnmobilist, der zu dieser Zeit noch im Jura unterwegs ist? Egal, ich habe Platz in der «vordersten Reihe». Nach einem kurzen Gang ins Tourismus-Büro, um für die Übernachtung zu bezahlen, geht es dann für einen Einkauf in den örtlichen Migros.
Zurück im Wohnmobil gibt es Kaffee und dazu die eingekauften Naschereien.
Tag 3 – Dienstag, 12.11.2024 – Saignelégier - Oberkum
Km gefahren: 79805 - 79941= 136
Stellplatz: @home
Tagesroute heute
Nach einer windigen und kalten Nacht verabschiede ich mich von
auf dem Scheltenpass - enge Sache
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Saignelégier und es geht wieder zurück nach Hause.
Das Wetter ist genau gleich wie gestern, neblig und mit ca. 2 Grad relativ kühl. Auf dem Hochplateau ist die Sicht noch gut.
Auf der Fahrt Richtung Delsberg fahre ich dann durch eine dichte Nebelschicht. In Glovelier mache ich noch einen kurzen Halt bei Maya, der Mutter von Momo. Ich erwische sie gerade (fotografisch), als sie über den Hofplatz watschelt.
Meine Absicht ist, nicht über Biel oder das Thal zu fahren, sondern ein bisschen mit Action über den Scheltenpass. Auch hier hat es überraschenderweise extrem Nebel.
Die Strassen sind eng und die Sicht schlecht. Zum Glück kommen mir nur zwei Fahrzeuge entgegen.
Über Mümliswil, Balsthal und Oensingen geht es dann auf die Autobahn.
Anstatt direkt nach Haue zu fahren mache ich noch einen «Besuch» in der Autowaschanlage nach Seon. Der Pixxel hat eine Aussenreinigung dringend nötig.
Zurückblickend war dieser Egotrip, wenn auch kurz, sehr interessant und entspannend. Muss ich wieder einmal machen.